Säugling bis Kleinkind
(0-3 Jahre)

Die ersten drei Jahre Ihres Kindes stecken voller Entdeckungen und einer unglaublichen Entwicklung. Ihr Kind lernt zu stehen, zu gehen und nicht zuletzt zu reden. Wenn Ihr Kind unter Hörverlust leidet, ist seine Fähigkeit, Sprache zu entwickeln, bereits von Anfang an von der richtigen medizinischen Versorgung abhängig.

Der Weg Ihres Kindes zur Eigenverantwortung

Als Säuglinge erlebt sich Ihr Kind zunächst als Teil von Ihnen, bevor es dann beginnt, ein Selbstbild zu entwickeln. Am Anfang dreht sich dabei alles um Vertrauen und die Befriedigung der Grundbedürfnisse. In den ersten drei Lebensjahren wird Ihr Kind dann immer neugieriger und unabhängiger.

Das Gehirn eines Kindes benötigt ab dem ersten Tag akustische Stimulation um zu lernen, Klänge zu unterscheiden und Sprache zu erkennen. Bei einem gesunden Gehör erkennt das Kind schnell die Stimmen ihrer Eltern und Geschwister. Das nicht nur relevant für die Entwicklung der Sprache, sondern auch wichtig für das Gefühl der Sicherheit und des Komforts in einer überwältigend ungewohnten Welt. Denn die gesunde Entwicklung Ihres Kindes hängt davon ab, dass es Vertrauen aufbauen kann und merkt, dass seine Grundbedürfnisse erfüllt sind. Kinder nehmen ausserdem über das Gehör eine grosse Menge an wichtigen Informationen auf, was sie intellektuell und sozial stimuliert. Lobt mich meine Mutter? Stellt sie eine Frage? Rügt sie mich für mein aktuelles Verhalten?

Klangstimulation und Sprache

Die Grundlage für die Sprache wird sehr früh im Leben geschaffen. Selbst wenn Kinder das Sprechen noch nicht erlernt haben, hören sie doch ständig zu. Klänge und Sprache sind in dieser Phase sehr wichtig.

In den ersten fünf Monaten lernen Kinder, die verschiedenen Klänge in einem Sprachfluss in separate Einheiten (phonetische Diskrimination) zu unterteilen und fangen an zu brabbeln. Am Ende der Brabbel-Phase experimentiert das Kind mehr damit, wie es verschiedene Wörter verwendet. Dies beginnt mit einzelnen Wörtern über Zwei-Wort-Kombinationen bis hin zu Sätzen, bevor der Wortschatz im Alter von drei Jahren schliesslich über tausend Wörter umfasst. Bei einem Kind mit Hörverlust besteht das Risiko, dass es bei der sprachlichen Entwicklung ins Hintertreffen gerät. Deshalb ist es so umso wichtiger, darauf zu achten, dass Ihr Kind Klänge und Sprache in einer angemessenen Menge erfährt.

Kleine Worte mit grosser Wirkung

Da Ihr Kind den Grossteil seiner ersten Jahre zu Hause verbringt, ist es stark von Ihrer konstanten akustischen Stimulation abhängig. Kein Thema ist zu gross oder zu klein – sprechen Sie einfach.

Je mehr Sie mit Ihrem Kind sprechen, desto grösseren Einfluss haben Sie auf den zukünftigen Erfolg Ihres Kindes in Bezug auf Sprechen, Lesen und Schreiben. Sie können z. B. Ihrem Kind einfach erzählen, was Sie gerade tun, oder kommentieren, was Sie beide sehen können. 

Erlernen Sie ausserdem drei grundlegende Kommunikationsgewohnheiten

Entdecken Sie die Plaudertasche in sich

Sprechen Sie Elterisch: langgezogene Vokale, hohe Tonlage, übertriebene Gesichtsausdrücke und kurze, einfache Sätze.

Erweitern, umarbeiten für Abwechslung sorgen

Verwenden Sie verschiedene Wörter und Grammatik-Konstruktionen. Wenn Ihr Kind etwas sagt, erweitern Sie es oder arbeiten Sie die grammatische Konstruktion um. Betonen Sie die hinzugefügten Wörter, um sie zu unterstreichen.

Musik machen

Singen Sie Lieder, sagen Sie Reime auf, spielen Sie Singspiele und machen Sie mit Instrumenten oder anderen verfügbaren Gegenständen gemeinsam Musik und Lärm.

Bücher lesen

Dialogisches Lesen, bei dem Ihr Kind aktiv in das Buch einbezogen wird, das Sie gemeinsam lesen. Dasselbe Buch mehrmals lesen.

Körper- und Zeichensprache einbeziehen

Verwenden Sie zusammen mit Wörtern Zeichensprache oder einfache Zeichen. Denken Sie daran, auch Ihre Körpersprache einzusetzen.

Gegenstände verwenden

Verwenden Sie Gegenstände, um Gespräche anzufangen. Zeigen Sie auf Gegenstände und nennen Sie sie.

  • Selbstbestimmung ist wichtig für Ihr Kind 

    Ihr Kleinkind kann in einem ersten Schritt nachts das Hörgerät in die Trockenbox legen, es Ihnen bringen und seine eigene Stimme verwenden, um es zu testen.

  • Infant standing against a vacuum cleaner

    Mit Klängen umgehen

    Lassen Sie Ihr Kind mit Spielzeug spielen, das Geräusche von sich gibt, schaffen Sie Musikinstrumente und Alarmgeräte an. Vielleicht darf es hin und wieder fernsehen.

  • Klare Kommunikation verwenden

    Lernen Sie die drei Grundregeln für klare Kommunikation und bringen Sie diese auch Geschwistern, Grosseltern und Freunden bei.

Ein guter Start ins Leben

Je früher das Kind Hörsysteme bekommt, desto besser. Mit der heutigen Technologie können Kindern bereits in den ersten Wochen oder Monaten nach der Geburt Hörsysteme angepasst werden. Hörsysteme von Oticon mit BrainHearing-Technologie helfen Kindern, die Welt um sie herum sinnvoll zu ordnen.

Die Hörsysteme verstärken das Sprachsignal auf ein Niveau, das dem ursprünglichen Signal so nahe wie möglich kommt, und versorgen das Gehirn des Kindes mit so vielen relevanten Klängen wie möglich, sodass Klängen ein Sinn zugeordnet werden kann. Obwohl Hörminderungen in den Ohren entstehen, wirken sie sich tatsächlich im Gehirn aus. Es ist das Gehirn, in dem Schall ein Sinn zugeordnet wird; das Gehirn muss daher stimuliert werden, damit eine Entwicklung stattfindet.

Hörsysteme mit BrainHearing™ Technologie zur Unterstützung des Lernerfolgs Ihres Kindes:
• Gewährleistet eine deutlichere und gleichmäßigere Verstärkung für Ihr Kind
• Ermöglicht Ihrem Kind den Zugang zu mehr wichtigen Details in Sprachklängen, um die Sprachentwicklung besser zu unterstützen
• Unterstützt das Gehirn Ihres Kindes dabei, Klängen einen Sinn zuzuordnen, um das Potenzial des Hörvermögens voll auszuschöpfen

Eltern sollten sicherstellen, dass das Kind Klang hört – nicht durch Nachfragen, sondern weil sie es wissen. Hörsysteme für Kinder von Oticon verfügen über LED-Kontrollleuchten, die signalisieren, dass die Hörsysteme ordnungsgemäß funktionieren.

Oticon Hörsysteme für Kinder

Denken Sie daran: Es ist wichtig, dass Ihr Kind die Hörsysteme den ganzen Tag über trägt – dies kann schwierig sein, wenn Ihr Kind eigenständiger wird und möglicherweise versucht, die Hörsysteme herauszunehmen, oder sie beim Spielen verliert. Sprechen Sie mit Ihrem Hörakustiker über den Erwerb einer Halterung für die Oticon Sicherheitsschnur oder andere Maßnahmen zur Fixierung der Hörsysteme an Ihrem Kind.

Nächste Phase:
Vorschulkind
(3-6 Jahre)

Wenn Kinder mit Hörverlust heranwachsen, sind sie an verschiedenen Punkten in ihrem Leben, vom Kleinkindalter über die Schuljahre und darüber hinaus, mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert. Kinder lernen und entwickeln sich im Laufe der Zeit unterschiedlich, und die Bedürfnisse Ihres Kindes müssen daher kontinuierlich beobachtet werden. Jedes neue Selbstbild und jede neue Fähigkeit resultiert in neuem Verhalten. Achten Sie auf die Zeichen, damit Sie entsprechende Unterstützung leisten können!

Bei den ersten Schritten in Richtung Sozialisierung und beim Übergang zu anspruchsvolleren Hörumgebungen ist eine gute Unterstützung des Gehörs erforderlich. In dieser Phase muss Ihr Kind ausserdem sprachliche Komplexität und Vielfalt entwickeln, um für die Schule gewappnet zu sein.

Mehr lesen

  • Warum das Gehör von Kindern wichtig ist

    Ihr Kind nutzt sein Gehör, um Sprechen, Lesen und Schreiben zu lernen, und nicht zuletzt, um soziale Fähigkeiten zu entwickeln.

  • Wie Kinder mit Hörverlust groß werden

    So schaffen Sie einen Ausgleich zwischen Ihren Rollen, Ihr Kind einerseits zu beschützen und andererseits zur Selbstbestimmung zu befähigen, damit es das Leben in vollen Zügen genießen kann.

  • Schulkind (6-12 Jahre)

    Ein Klassenzimmer ist eine anspruchsvolle Hörumgebung. Erfahren Sie mehr über Lösungen und wie Sie Ihr Kind unterstützen können.

  • Hörgeräte von Oticon für Kinder

    Entdecken Sie unsere Hörgeräte für Kinder mit leichtem bis mittelschwerem und schwerem bis hochgradigem Hörverlust.